Thema: Fußball-WM

Der Zeitplan fürs Wintermärchen

Wann wird die WM 2022 starten?

Quelle: Rhett Lewis / @historysoccerof / unsplash.com
Aufgrund der Verschiebung in den Winter müssen wir dieses Mal länger auf den Start der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft warten als gewohnt. Erst Ende November wird das Spektakel im Wüstenstaat Katar losgehen, es ist also weiterhin etwas Geduld gefragt.

Das gilt nicht nur für sämtliche Fans, die ihre jeweilige Nationalmannschaft in Aktion sehen wollen. Auch diejenigen, die sich mit WM WettenWM Wetten die Spiele nochmals spannender gestalten möchten, fiebern dem Event schon ungeduldig entgegen.

Nachdem der Austragungszeitraum vor langem schon für den 21. November bis 18. Dezember 2022 festgelegt wurde, hat man nun auf Drängen des Gastgeberlandes die Eröffnung offiziell auf den 20. November vorverlegt. Was es damit auf sich hat und was man sonst noch über das anstehende mediale Großereignis wissen sollte, klären wir hier.

Änderungen am bestehenden Spielplan

Der Spielplan war längst abgesegnet worden und sah für den 21. November um 11 Uhr deutscher Zeit das erste Spiel zwischen Senegal und den Niederlanden vor, gefolgt von England gegen Iran drei Stunden später. Dass Katar als Austragungsland ganz bewusst nicht für den allerersten Spieltermin eingetragen wurde, hatte einen guten Grund. Der Anpfiff zu den beiden genannten Spielen erfolgt nach Ortszeit um 13 Uhr sowie 16 Uhr, also am helllichten Nachmittag, wenn ein Großteil der Kataris arbeitet und das einmalige Ereignis somit nicht mitverfolgen kann. Stattdessen hatte man die Partie zwischen Katar und Ecuador auf 19 Uhr Ortszeit terminiert. Offensichtlich konnte sich der Gastgeber nicht mit der Tatsache abfinden, das Eröffnungsspiel an andere Nationen abzutreten, weshalb es nun nochmals zu einer Änderung kam. Das Aufeinandertreffen von Katar und Ecuador wurde auf 22 Uhr am Vortag vorgezogen, was inzwischen auch so von oberster Stelle genehmigt wurde, nämlich durch das verantwortliche Präsidium des FIFA-Rates. Es ist somit beschlossene Sache, dass der Anpfiff bereits am 20. November 2022 ertönen wird. Der nachfolgende Spielplan bleibt glücklicherweise in seiner ursprünglichen Form bestehen, sodass diese Änderung wenigstens keine weiteren Anpassungen erforderlich macht.

Die wichtigsten Daten im Überblick

Es treten 32 Teilnehmerländer an, die sich im Vorfeld qualifiziert haben. Die Vorrunden werden in 8 Gruppen ausgetragen, deren Zusammensetzung per Los ermittelt wurde und sich so gestaltet:

Gruppe A: Ecuador, Katar, Niederlande, Senegal
Gruppe B: England, Iran, USA, Wales
Gruppe C: Argentinien, Mexiko, Polen, Saudi-Arabien
Gruppe D: Australien, Dänemark, Frankreich, Tunesien
Gruppe E: Costa Rica, Deutschland, Japan, Spanien
Gruppe F: Belgien, Kanada, Kroatien, Marokko
Gruppe G: Brasilien, Kamerun, Schweiz, Serbien
Gruppe H: Ghana, Portugal, Südkorea, Uruguay

Während der Gruppenphase finden 4 Spiele täglich statt, die jeweils um 11 Uhr, 14 Uhr, 17 Uhr und 20 Uhr deutscher Zeit übertragen werden, da zwischen uns und der arabischen Halbinsel lediglich 2 Stunden Zeitverschiebung liegen. Der Turniermodus bleibt dabei wie gehabt und wird sich erst bei der darauffolgenden WM im Jahr 2026 ändernwird sich erst bei der darauffolgenden WM im Jahr 2026 ändern.

Der Sieger und Zweitplatzierte jeder Gruppe ziehen daraufhin in die Achtelfinalrunden weiter, die vom 03. bis zum 06. Dezember 2022 ausgetragen werden. Ab hier erfolgen dann K.O.-Spiele: Das Viertelfinale am 08. und 09. Dezember 2022, anschließend die Halbfinal-Partien am 13. und 14. Dezember 2022. Diese Begegnungen können wir jeweils um 16 Uhr und 20 Uhr live mitverfolgen. Das Spiel um Platz 3 ist für den 17. Dezember 2022 (16 Uhr deutscher Zeit) geplant, bevor das große Finale am 18. Dezember 2022 (16 Uhr deutscher Zeit) und damit pünktlich am 4. Advent eingeläutet wird.

Unsere deutsche Nationalmannschaft wird das erste Mal am 23. November 2022 (14 Uhr deutscher Zeit) gefordert sein, wenn es mit dem Gruppenspiel gegen Japan losgeht. Die weiteren Gegner in dieser Phase sind Spanien am 27. November 2022 (20 Uhr deutscher Zeit) sowie Costa Rica am 01. Dezember (20 Uhr deutscher Zeit). Der Kader muss allerdings schon vorher feststehen. Die Nominierung hat laut Statuten bis Ende Oktober 2022 zu erfolgen.

Titelverteidiger Frankreich wird für das internationale Turnier ebenso als heißer Anwärter gehandelt, wie andere übliche Verdächtige auch. Bei den Buchmachern spricht man vor allem Brasilien, Argentinien, England, Spanien und Deutschland gute Chancen zu. Doch auch starke Mannschaften wie Portugal, die Niederlande und Belgien sollte man aufgrund der aktuellen Performance durchaus im Blick behalten. Überraschungen sind hier sicher nicht ausgeschlossen.

Von Anfang an eine außergewöhnliche WM

Das in den europäischen Winter verschobene Datum ist bei Weitem nicht der einzige Punkt, der bei dieser WM deutlich anders ausfällt. Dass es auch sonst ein ungewöhnlicher Meisterschaftskampf wird, steht für alle Beteiligten schon lange außer Frage. Schließlich hat die Debatte um die Ausrichtung in Katar schon im Vorfeld riesige Wellen geschlagen und sorgt auch weiterhin für jede Menge Kritik. Ein Grund sind heftige Korruptionsvorwürfe gegenüber der FIFA-Vergabe an den umstrittenen Staat am Persischen Golf. Hinzu kommen Gegenstimmen aufgrund der denkbar schlechten klimatischen Bedingungen für die Ausrichtung eines solchen Profisportturniers – nämlich eine Kombination aus extrem heißen Tagestemperaturen und der gleichzeitigen Wahrscheinlichkeit für sehr heftige Regenfälle zum Austragungszeitpunkt.

Vor allem aber die neuen Stadien stehen im Mittelpunkt, denn es wurden insgesamt 8 neue Spielorte errichtet. Selbst diese Anzahl entspricht nicht der Norm, da normalerweise 12 Austragungsorte vorgegeben sind. Aufgrund der extrem kleinen Landesfläche und der Tatsache, dass Katar mit gerade einmal 2,7 Millionen Einwohnern bis dato auf kein einziges Stadion der erforderlichen Größenordnung zurückgreifen konnte, entschied man sich hier sinnigerweise für nur 8 Stadien. Im größten davon, dem Lusail Iconic Stadium mit 80.000 Plätzen, soll das Finale stattfinden.

Während sich eine WM-Saison ansonsten über 32 Tage erstreckt, kommen wir diesen Winter nur auf 28 Tage Dauer, die in Deutschland damit größtenteils in die Adventszeit fallen. Es mag somit passieren, dass Weihnachten in diesem Jahr vor lauter Aufregung um die WM etwas unter die Räder kommt oder gegebenenfalls nachgefeiert werden muss, wenn sich alles wieder etwas beruhigt hat. Zudem wird es eine Umstellung sein, das Public Viewing schlotternd und mit einem Glühwein in der Hand mitzuverfolgen, anstatt an einem lauen Sommerabend entspannt im Stadtpark zu sitzen. Ob sich die ganze Veranstaltung also unter all diesen schwierigen Bedingungen wirklich als Wintermärchen entpuppt und wie unsere Nationalelf dieses Mal dabei abschneidet, bleibt demnach noch abzuwarten.

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