Foodpairing mit Millésima

Tipps für den Outdoor-Sommer

Quelle: pixabay.com © JillWellington (CC0 Public Domain)

Abbildung 1: Weißwein und Rosé sind die Sommerklassiker. Doch erst mit ein wenig Wein-Know-how und dem richtigen Sinn für Foodpairing wird aus einem Qualitätswein in Kombination mit den richtigen Snacks der perfekte Abend.

Sommerzeit ist Outdoor-Zeit – das ist klar. Doch was sollte serviert werden? Welche Snacks sind outdoor-tauglich, funktionieren am See und im Park und welchen Wein empfehlen die Online-Sommeliers von Millésima dazu? Mit über 30 Jahren Expertise im Bereich des Weinverkaufs gibt es online eine breite Auswahl an Weinen. Die kulinarischen Tipps zu den hochwertigen Weinklassikern gibt es in diesem Beitrag. Als sommerliche Speisen- und Weinpaarung gelten meist frucht-frische Getränke und handliches Fingerfood. Als Faustformel für eine gekonnte Kombination aus Wein und Essen gilt: Die Farbe des Weines und des Gerichts sollten zueinander passen oder zumindest eine ähnliche Farbtextur haben. Im Fokus stehen Weiß- und Roséweine und nicht etwa blauer Wein. Wie Foodpairing am besten gelingt, verrät der folgende Beitrag.

Weißwein – der kühle Sommerklassiker
Gut gekühlt ist der Weißwein als erfrischender Sommerklassiker bekannt. Doch was unterscheidet die Weißweinvarianten eigentlich voneinander? Die Weinkenner von Millésima verraten dies über die unterschiedlichen Weißweinarten:

- Zur Königsklasse der Weißweine gehören Burgunderweine. Sie stammen direkt aus Burgund oder werden aus Rebsorten hergestellt, die in der Region wachsen, beispielsweise aus Reben von Chardonnay. Als die Highlights der Region Burgund bezeichnen die Weinkenner die Appellationen aus Montrachet, aus Aloxe-Corton, aus Meursault und aus Chablis.

- Beinahe direkt neben den Weißweinen aus Burgund stehen Tropfen aus Bordeaux auf der Beliebtheitsskala. Angebaut werden hier Reben von Muscadelle, Sémillon und Sauvignon Blanc. Eine trockene Geschmacksnote zeichnet die Weißweine aus Bourdeaux aus. Nur sehr wenige Winzer der Region setzen auf die Verarbeitung von Sémillon-Reben, die für eine süße Geschmacksnote im Weißwein stehen.

- Aus dem Elsass stammen Weißweine, die die Tropfen aus Bordeaux mit ihrer trockenen Geschmacksnote noch übertreffen. Kultiviert werden dort die Rebsorten Sylvaner, Muscat, Pinot Gris und Blanc sowie Riesling. Letzterer gilt als der hochwertigste dieser Weine. Der Boden entscheidet über die Geschmacksnuancen, die von blumig und weich bis beinahe sauer sein könnten. Zu den würzigsten Varianten gehört der Gewürztraminer.

- Im Loire-Tal werden Rebsorten kultiviert, aus denen trockene und halbtrockene Weine gewonnen werden können. Chenin Blanc stellen den größten Anteil der Rebsorten; Sauvignon Blanc und Chardonnay folgen.


Quelle: pixabay.com © Didgeman (CC0 Public Domain)
Abbildung 2: In Kombination mit Weißwein ist das Brot entscheidend. Zum trockenen Wein passen Brotsnacks, zum halbtrockenen Wein schmeckt Sauerteig besonders gut. Ist der Weißwein von der milden Sorte, darf das Brot umso kräftiger sein.


Neben diesen bekannten Weißwein-Anbaugebieten gibt es süße bis trockene Tropfen aus dem Rhône-Tal, kräftige Weißweine aus Korsika oder süße Weißweine mit hohem Alkoholgehalt aus der Weinregion Languedoc. Und was passt kulinarisch zum Weißwein? Grundsätzlich ist der Weißwein durch und durch snackfähig. Allerdings ist es wichtig, die richtigen Snacks zu reichen, damit Wein und Snack zusammen zum kulinarischen Highlight werden.

Entscheidend ist bei der Wahl der Speisen das Brot: Körnerbrot, Sesambrot und Nussbrot werden zu trockenen Weinen empfohlen. Hierzu werden kleine Snacks gereicht, beispielsweise Oliven, Schinken oder Tomate-Mozzarella-Spieße. Zu halbtrockenem Wein schmeckt Sauerteigbrot besonders gut. Dieser lässt sich beispielsweise zu Stockbrot verarbeiten, das dann über dem Grill gebacken werden kann. Zu mildem Wein lassen sich Brotsorten mit einem kräftigen Aroma kombinieren, wie etwa Laugengebäck oder Ciabatta mit Zwiebeln, Peperoni und Co. Diese passen ebenso gut zum Grillen wie zu einem Fingerfood-Büffet.

Der Rosé – die fruchtig-frische Alternative zum Weißweinklassiker


Quelle: pixabay.com © Gassnergrafik (CC0 Public Domain)
Abbildung 3: Der Rosé hat eine fruchtigere Note. Besonders beliebt ist – gerade im Sommer – die Kombination von Rosé mit Pizza und Pasta, aber auch mit Fisch.

Roséweine stammen zu einem Großteil aus der Provence. Dort entsteht nicht nur der farbenfrohe Weinklassiker für den Sommer, sondern auch ein Tropfen, der mit ganz außergewöhnlichen Geschmacksnoten aufwartet. Für die Frische des Sommers sorgen fruchtige Noten, die an Passionsfrucht oder Mango erinnern, oder mit einem Hauch von Grapefruit und Zitrone sehr leicht schmecken. Summa summarum ist es genau das, was den Rosé zum Sommerwein macht: Der Geschmack, der in Richtung eines fruchtig-frischen Cocktails weist und der wegen dem geringeren Alkoholanteil deutlich sommertauglicher ist. Zu den Roséklassikern der Provence gehören Bourboulenc, Grenach, Clairette und Cinsault.

Aus der Loire-Region stammt der Rosé der Anjou, der für seine fruchtige Note bekannt ist. Auch Tropfen, die das Aroma von Pampelmusen, Mandeln und roten Früchten im Glas entfalten, stammen typischerweise aus der Loire-Region. Auf die Herstellung von Roséwein spezialisiert sind die Winzer aus Tavel. Sie nutzen die vielfältigen Bodenbeschaffenheiten um außergewöhnliche Weine zu kreieren. Das Ergebnis? Der Grenache in Rot und Grau, der zarte Bourboulenc, der geschmeidige Clairette, der farbintensive Mourvèdre, der kräftige Syrah und der blumige Picpoul. Auch aus Korsika gibt es den einen oder anderen Roséwein mit spezieller Note.

Der Rosé ist der kulinarische Allrounder, denn er kann zu den unterschiedlichsten Gerichten kombiniert werden. Besonders beliebt ist Rosé zu Pasta und Pizza, aber auch zu Gerichten mit Tomaten oder zu gefüllten Pilzen auf einer Antipasti-Platte. Wer gerne Fisch und Meerestiere grillt, sorgt mit einem Tropfen Rosé für das i-Tüpfelchen.

Teile diesen Beitrag:
Kommentare
Das könnte dich auch interessieren