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Gerichtsurteil: Facebook-Freunde sind keine echten Freunde

Keine wirklich große Überraschung, oder?!

Quelle: Kaspars Grinvalds via Shutterstock.com

In Zeiten von Social Media kann sich jeder mit Menschen auf der ganzen Welt verbinden. Und die Menge an virtuellen Freunden, die so mancher hegt, ist schon ein wenig absurd. Doch diese „Freunde“ sind gar keine echten und teilweise wissen wir nicht einmal mehr, mit wem wir online überhaupt „befreundet“ sind. Nun gibt es sogar eine juristische Bestätigung, dass Facebook-Freunde nicht real sind.

Wahrscheinlich kennt jeder, der auf Facebook angemeldet ist, das euphorische Gefühl, wenn plötzlich die Nachricht über eine neue Freundschaftsanfrage aufspringt. Egal, ob wir der Person schon einmal begegnet sind oder es sich um einen völlig Fremden handelt, viele nehmen die Anfrage gerne an. Dass diese Freundschaften jedoch so falsch sind, wie Geld bei Monopoly, hat nun ganz offiziell der Supreme Court im US-Bundesstaat Florida entschieden, wie auch der Stern berichtet.

Das vorangegangene Verfahren hatte sich mit der Facebook-Freundschaft einer Richterin und einem gegnerischen Anwalt befasst. Demnach sei die Richterin befangen, so die Annahme des anderen Anwalts. Dieser hatte befürchtet, dass sein Mandant kein faires Verfahren bekommen würde. Der Supreme Court entschied jedoch, dass eine Facebook-Freundschaft nichts zu sagen habe. Auch eine Freundschaft in der echten Welt reiche nicht aus, um einen Richter für befangen zu erklären.

Besonders hart dürfte das Urteil all diejenigen treffen, die auf Facebook Freunde sammeln. „Sie können nicht einmal jede Person nennen, die sie als Freunde akzeptiert haben oder von denen sie als Freunde akzeptiert wurden“, heißt es in der Begründung des Obersten Gerichtshofs.

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Foto: Kaspars Grinvalds via Shutterstock.com

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